Verantwortungsvoll spielen: Grenzen setzen, Warnzeichen erkennen, Hilfe holen

Glücksspiel ist Unterhaltung mit Verlustrisiko, und es kann süchtig machen. Wer bei Catwin oder anderswo spielt, sollte vorher festlegen, wie viel Geld und wie viel Zeit er dafür bereitstellt, und diese Grenze nicht verschieben. Wer schon jetzt merkt, dass diese Grenze nicht hält, muss nicht bis zum Ende der Seite lesen: Kostenlose Hilfe am Telefon gibt es in Deutschland täglich, nachts über die Telefonseelsorge; Nummern und Zeiten stehen gesammelt in der Übersicht weiter unten.

Zehn Fragen an sich selbst

Wer unsicher ist, ob das eigene Spielen noch im Rahmen liegt, kann mit diesen Fragen anfangen. Treffen mehrere zu, lohnt ein Gespräch mit einer Beratungsstelle.

  • Spiele ich länger oder mit mehr Geld, als ich mir vorgenommen hatte?
  • Zahle ich nach, um Verluste auszugleichen?
  • Verheimliche ich Einsätze oder Einzahlungen vor Partnern oder Familie?
  • Greife ich auf Geld zurück, das für Miete, Rechnungen oder Rücklagen gedacht war?
  • Fällt es mir schwer, nach einem Verlust aufzuhören?
  • Denke ich während der Arbeit an das nächste Spiel?
  • Reagiere ich gereizt, wenn ich einmal pausieren muss?
  • Habe ich Bonusbedingungen so lange verfolgt, dass ich mehr spielte, als ich wollte?
  • Habe ich mir Geld geliehen, um zu spielen?
  • Habe ich mir schon einmal vorgenommen aufzuhören und es nicht geschafft?

Die Selbsttest-Seite check-dein-spiel.de ordnet die Antworten ein und nennt Beratungsstellen in der Nähe.

Der Bonus als Auslöser: Wenn Umsatzbedingungen das Spielen steuern

Ein Willkommensbonus von bis zu 500 € mit 35-fachem Umsatz kann aus einem Abend mehrere machen. Wer 10 € einzahlt und 10 € Bonus bekommt, muss 350 € umsetzen (10 € Bonus mal 35), und das innerhalb von 7 Tagen, also rund 50 € pro Tag. Der Druck, die Frist zu halten, ist aber kein Grund weiterzuspielen. Wer merkt, dass die Bedingungen das Spielen antreiben, beendet den Bonus lieber oder lässt ihn auslaufen; ein Abbruch des ersten Bonus kostet allerdings die Folgestufen des Pakets. Diese Folge kennt man besser vor dem Aktivieren als danach. Zahlungen ohne Bonus sind bei Catwin schon ab 1 € möglich.

Budget und Zeit begrenzen

Ein wirksames Limit steht vor dem Spiel, nicht währenddessen. Praktisch heißt das: einen festen Betrag pro Monat festlegen, der nach Miete, Rechnungen und Rücklagen übrig ist, und ihn nicht überschreiten. Eingezahlt werden sollten nur Beträge, deren Verlust ohne Folgen bleibt. Wer Einzahlungen in einer Liste oder im Haushaltsbuch notiert, behält die Summe im Blick. Dazu passt ein festes Zeitfenster, zum Beispiel eine Stunde am Abend, mit einem Wecker. Catwin bietet dafür Einzahlungslimits pro Tag, Woche oder Monat, Auszeiten von 24 Stunden bis 3 Monaten, einen Selbstausschluss von 1 Jahr bis dauerhaft und einen sichtbaren Sitzungstimer.

Situationen, in denen Spielen aus dem Ruder läuft

Manche Auslöser wiederholen sich. Am Zahltag liegt plötzlich Geld auf dem Konto, das für Miete und Versicherungen vorgesehen ist. Nach einem verlorenen Abend soll die nächste Einzahlung den Verlust zurückholen, bei Catwin schon ab 1 €, und so wird aus einer Einzahlung eine Reihe. Nachts, wenn die Konzentration fehlt, steigen Einsätze schneller. Bei Kryptowährungen kommt hinzu, dass der Eurowert zwischen Einzahlung und Auszahlung schwankt; wer deshalb noch einmal nachlegt, um den Kurs auszugleichen, spielt mit zwei Risiken statt mit einem. Wer einen dieser Fälle bei sich erkennt, legt die Pause sofort ein, nicht erst nach dem nächsten Spiel.

Pausen und Sperre

Eine Pause beginnt mit einem einfachen Schritt: Seite schließen, abmelden, gespeicherte Anmeldedaten im Browser löschen. Für längere Auszeiten oder einen Selbstausschluss bietet Catwin die oben genannten Werkzeuge an (24 Stunden bis 3 Monate, 1 Jahr bis dauerhaft). Den Zeitraum legt man vorab fest und hält ihn schriftlich fest. Wer bei Catwin eine Pause einlegt, klärt vorher den Kontostand: Läuft noch ein Bonus, lässt sich nichts auszahlen, und offene Dokumente müssen innerhalb eines Monats nach Aufforderung eingereicht werden, wenn das Guthaben noch ausgezahlt werden soll. Ein Restguthaben ab 5 € lässt sich vor der Pause auszahlen, damit nach der Auszeit nichts im Konto zum Weiterspielen lockt.

Vier Wochen Kontrolle: ein einfacher Selbstversuch

Wer wissen will, wie sich das eigene Spielen entwickelt, führt vier Wochen lang ein Protokoll. In Woche eins werden Einzahlungen, Dauer und Stimmung vor und nach dem Spiel notiert, ohne etwas zu ändern; die Transaktionsliste im Catwin-Konto liefert die Beträge, der Sitzungstimer die Dauer. In Woche zwei wird das Monatsbudget als Einzahlungslimit bei Catwin hinterlegt, statt es nur im Kopf zu behalten. Woche drei bringt einen spielfreien Tag, abgesichert durch eine Auszeit von 24 Stunden, die kürzeste, die Catwin anbietet. In Woche vier wird verglichen: Hat das Limit gegriffen, wurde der freie Tag gehalten, war der Gedanke ans Spiel im Alltag stärker geworden? Fällt der freie Tag schwer, ist das ein Warnzeichen und ein guter Anlass, das Beratungstelefon anzurufen.

Barrieren auf dem Handy und bei der Bank

Was die Hand nicht mehr erreicht, wird seltener gespielt. Wer die Android-App von Catwin installiert hat, kann sie deinstallieren und die Freigabe für unbekannte Apps wieder entziehen; auf dem iPhone entfernt man das Symbol vom Home-Bildschirm. Die Bildschirmzeit-Funktion des iPhones und „Digitales Wohlbefinden“ auf Android erlauben Zeitlimits pro App und Seite. Weil Catwin nur Payz und Kryptowährungen annimmt, sitzt die wirksamste Zahlungsbarriere dort und nicht bei der Bank: Wer das Payz-Konto leert und schließt und die Einzahlungsadresse von Catwin aus dem Adressbuch der Wallet löscht, braucht für die nächste Einzahlung erst ein neues Konto oder einen neuen Kauf von Kryptowährung, also Zeit zum Nachdenken. Eine Karte oder Apple Pay als schneller Ersatzweg steht bei Catwin nicht in der Liste der Methoden. Auch Payz berechnet für die Aufladung per Karte Gebühren, ein Umweg ist also nicht gratis.

Wo Hilfe in Deutschland zu finden ist

AngebotErreichbarkeitWofür
Beratungstelefon zur Glücksspielsucht, 0800 1 37 27 00Mo bis Do 10 bis 22 Uhr, Fr bis So 10 bis 18 Uhr, kostenlosGespräch für Spieler, Angehörige und Interessierte
check-dein-spiel.dejederzeit onlineSelbsttest, Informationen, Adressen von Beratungsstellen
Telefonseelsorge, 0800 111 0 111 und 0800 111 0 222rund um die Uhr, kostenlosakute seelische Belastung, auch nachts
Notruf 112jederzeitunmittelbare Gefahr für Leib und Leben
Support von CatwinLive-Chat rund um die Uhr, [email protected], [email protected]Fragen zum Konto, Beschwerde bei Problemen

Angehörige: Was hilft, wenn jemand anderes spielt

Wer sich um einen Partner, ein Kind oder einen Freund sorgt, muss nichts beweisen. Das Portal check-dein-spiel.de des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit (BIÖG) hat einen eigenen Bereich „Was können Angehörige tun?“ und mit „Time Out“ ein Beratungsprogramm eigens für Angehörige; dazu kommen eine E-Mail-Beratung und die Suche nach Beratungsstellen vor Ort. Auch das Beratungstelefon nimmt Anrufe von Angehörigen an. Schulden des Spielers zu übernehmen, löst das Problem selten; ein Gespräch über Ausgaben, ohne Vorwürfe und mit konkreten Zahlen, öffnet eher den Weg zur Beratung. Eine Auszeit oder einen Selbstausschluss bei Catwin richtet der Spieler selbst ein; Angehörige können ihn bei diesem Schritt begleiten. Die Kontodaten des anderen dürfen Sie ohne Zustimmung weder einsehen noch an Catwin weitergeben.

Minderjährige

Glücksspiel ist erst ab 18 Jahren erlaubt, auch wenn ein Gerät oder Konto bereits im Haushalt vorhanden ist. Eltern, die Geräte mit Jugendlichen teilen, sollten Zahlungsdaten nicht speichern und die Installation von Apps aus unbekannten Quellen unterbinden. Eine auf einem Familiengerät installierte Datei „CatWin.apk“ ist ein Hinweis, dass jemand gespielt hat.

Datenschutz bei der Hilfe

Beratungsgespräche am Telefon sind anonym; weder das Beratungstelefon noch die Telefonseelsorge verlangen Ihren Namen. Diese Redaktion erfährt nichts von Anrufen oder Sperren und kann keine Einsicht in Ihr Catwin-Konto nehmen. Wer lieber schreibt als spricht, findet auf check-dein-spiel.de das Programm „Check Out“, eine kostenlose und anonyme Online-Beratung und einen Selbsttest. Der Verlauf dieser Seiten bleibt im Browser; wer das nicht möchte, öffnet sie im privaten Fenster. Ein Gespräch verpflichtet zu nichts, und niemand verlangt, dass Sie bereits aufgehört haben.